Hi,
mein Name ist Rico. Ich bin 31 Jahre alt und wohne seit Ende 2017 in Kenia. Nach einem Jahr im beruehmten Trainingslagerort Iten, wohne ich zur Zeit im 35 km entfernten etwas kleineren Kaptagat und trainiere mit der Traninigsgruppe um Eliud Kipchoge. Ich habe Maschinenbau studiert und als wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet. Hier in Kenia, im Land der Laeufer gehe ich meiner grossem Leidenschaft dem Laufen nach, versuche zudem meine Doktorarbeit abzuschliessen und coache ueber das Internet ein paar Laeufer 🙂

 

Fahrtspiel Iten/Kenia 2018: Einfach mal fuer ein paar Meter vorne mitlaufen 😀

 

Coaching

Ich hatte schon immer Spaß daran Andere zum Laufen zu motivieren: Mit Freunden laufen zu gehen oder Ihnen einen Trainingsplan zu schreiben. Ende 2015 habe ich zufaellig, einfach zum Spass, damit begonnen das Lauftraining zweier Laeuferinnen ueber das Internet zu betreuen. Diese online Trainingsbetreuung funktionierte viel besser als ich mir erhofft hatte und die beiden Laeuferinnen ueberredeten mich das online Laufcoaching kommerziell anzubieten, Ich coachte daraufhin in den letzten, mittlerweile schon 3,5 Jahren, weiterhin immer ein paar Laeufer/Laeuferinnen, bis mittlerweile zu einer Gruppengroesse von ca. 10 Lauefer/Laueferinenn. Es macht mir riesigen Spaß zu sehen, dass andere von meiner Erfahrung profitieren können und sich unter meiner Anleitung verbessern. Was am Ende bei den WettkĂ€mpfen dabei rauskommt, könnt ihr hier auf der Website mitverfolgen.

 

Hier ein paar Daten zu mir und wer noch mehr wissen will kann darunter eine kurze Zusammenfassung ĂŒber meine lĂ€uferische Entwicklung lesen.

Bestzeiten:
800 m: 2:00,93 min (Siegburg 2013)
1000 m: 2:41 min (Bergisch Gladbach 2014)
1500 m: 4:18 min (Siegburg 2011)
3000 m: 9:27 min (Bergisch Gladbach 2016)
5000 m: 16:22 min (Koblenz 2016)
4,8 km: 15:37 min (Ă 5 km Ă 16:10 min) Hockenheimring
10 km: 34:42 min (Berlin 2015)

Erfolge:

  • .3. Platz Köln Nachtlauf 2016
  • Sieger 6,3 km Kölner BrĂŒckenlauf 2015
  • 5xSieger 1o km „Wehrda rennt“ (2011-2017; Benefizlauf, teilweise auf meiner anfĂ€nglichen Trainingsstrecke die ich hunderte Male gelaufen bin)
  • 7. Platz Hessische Meisterschaften 800 m (2013)
  • 8. Platz Hessische Meisterschaften 1500 m (2013)
  • 3. Platz 3*1000 m hessische Staffelmeisterschaften Jugend A (2007)
  • 1. Platz 3*1000 m nordhessische Staffelmeisterschaften Jugend A (2007)

Sonstiges:

  • LĂ€ngster Lauf: 48,3 km (2011 im Training, mit Fahrradbegleitung)
  • meisten Laufkilometer in einer Woche: 200 (2014)
  • Trainingslager: Monte Gordo (Portugal), Albufeira (Portugal), Novo Sancti Petri / Chichlana (Spanien), Can Picafort / Mallorca (Spanien), Teneriffa (Spanien), Flagstaff (USA), Aviemore (Schottland), Canet (Frankreich), De Haan (Holland)
  • UnterarmstĂŒtz: 6:03 min

 

Köln_BrĂŒckenlauf1
Siegerehrung beim Kölner BrĂŒckenlauf 2015

Meine lÀuferische Entwicklung

Mit regelmĂ€ĂŸigem Laufen habe ich mit 14 Jahren angefangen, eigentlich erstmal um beim Fußball fit zu sein. Damals war das Laufen auf dem Dorf noch nicht so sehr verbreitet, deshalb ging es erst im Wald los.  Mit einem Kumpel versuchte ich dann immer eine bestimmte Runde zu laufen. Nach 1,7 km kam dann aber immer die erste heftige Steigung, die fĂŒr mich einige Wochen nicht zu ĂŒberwinden war. Als ich diese Steigung schaffte, lief sich der Rest der 6,3 km langen Strecke aber fast von alleine. 2002 Lief ich dann im Herbst beim Lollslauf in Bad Hersfeld meinen ersten 10 km Wettkampf in 47:46 min. Im nĂ€chsten Jahr verbesserte ich mich auf 43:10 min. Das Training bestand meist darin 2-3 mal in der Woche mit meinem Kumpel vom Fussball um die Wette zu laufen. In den nĂ€chsten Jahren nahm ich an mehr VolkslĂ€ufen teil und ich wollte dann die 10 km dann irgendwann unbedingt unter 40 min schaffen. Ich fing dafĂŒr an mit TrainingsplĂ€nen aus BĂŒchern zu trainieren. 2005 war ich bei 40:57 min. 2006 hörte ich dann auf Fußball zu spielen und lief schon 6 mal in der Woche. Meine Zeiten stagnierten trotzdem. Ich bekam dann zu hören, dass ich vielleicht nicht genug Talent hĂ€tte um noch schneller zu laufen.

Bei einem Lauf im Februar 2007 lief ich die 5 km in 19:45 min, aber 2 etwas jĂŒngere LĂ€ufer sprachen mich an und erzĂ€hlten, das sie gerade 17:46 min bzw. 18:45 min gelaufen sind. Als ich fragte wie viel sie dafĂŒr trainieren meinten sie: So 2-3 mal in der Woche 2 Wochen spĂ€ter fing ich dann auch an, mit den beiden im Verein zu trainieren. Das Training war wirklich weniger umfangreich (aber schon 4-5 Einheiten in der Woche ) und ich fĂŒhlte sehr schnell das ich mich verbesserte. ZunĂ€chst lief ich im Sommer kĂŒrzere Strecken. Meine 1000 m Zeit verbesserte ich von 3:04 min auf 2:52 min und wir gewannen bei hessischen Staffelmeisterschaften in der A-Jugend ĂŒber 3*1000 m die Bronze-Medaille. Über 1500 m verbesserte ich mich anschließend um 24 Sekunden von 4:56 min auf 4:32 min und qualifizierte mich damit fĂŒr die Hessenmeisterschaften in der A Jugend Bei den Meisterschaften war ich chancenlos, aber ich war dabei Im Herbst 2007 zog ich fĂŒr ein Jahr nach Schottland um meinen Zivildienst abzuleisten. Dort blieb ich weiter mit meinem Trainer zu Hause in Kontakt und schloss mich fĂŒr eine Einheit in der Woche beim grĂ¶ĂŸten schottischen Verein an. Wir waren bei jeder Trainingseinheit ca. 50 LĂ€ufer und es ging immer richtig zur Sache Im Herbst trainierte ich dann wieder höhere UmfĂ€nge und im Winter 2007 lief ich die 10 km in 37:35 min.

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Schottische Meisterschaften im Crosslauf

In 2008 begann ich mein Studium in Aachen. Als neuen Trainingspartner bekam ich den Bruder von einem aus meiner Trainingsgruppe; seine 5000 m Bestzeit damals: 14:15 min. Das Training sollte also funktionieren 😉 Leider stagnierte ich wieder. Ich wechselte den Verein, konnte mich aber auch da nicht wirklich verbessern.

In 2010 ging ich fĂŒr 1 Jahr in die USA und trainierte da im Uniteam. Meine Semesterferien verbrachte ich mit Höhentraining. Trotzdem verbesserten sich meine Leistungen nur leicht. Meine Vermutung war zunĂ€chst, das es an meinem Laufstil liegt. Ich fragte den Coach, der meinte aber dazu: Den Laufstil kann man nicht Ă€ndern 🙁

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Bahnwettkampf in den USA

2011 wechselte ich wieder zu meinem Verein zu Hause zurĂŒck. Ich fing dann aber an, meine TrainingsplĂ€ne selber zu schreiben. Ich durchsuchte das Internet nach Ideen zum Training und fing an herumzuexperimentieren. Ende 2011 / Anfang 2012 verbrachte ich ein paar Monate in China und trainierte nur eingeschrĂ€nkt.

Ende 2012 probierte ein Großteil meiner in Deutschland verstreuten Trainingsgruppe ein neues Athletikprogramm und ich konnte meine 10 km Anfang 2013 in Leverkusen am Bayerkreuz auf 34:54 min verbessern.

In der Folgezeit blieb ich aber wieder auf dem Niveau. Ich probierte viel: Meinen Laufstil zu verÀndern, erhöhte die TrainingsumfÀnge, verÀnderte meine ErnÀhrung, reduzierte mein Gewicht, aber das half mir alles nicht in die Leistungsbereiche meines Trainingspartners zu kommen.

Im letzten Jahr (2015) konnte ich mit der Hilfe eines anderen Trainers meinen Laufstil tatsĂ€chlich spĂŒrbar verbessern. Im Herbst habe ich dann erfahren, das ich schweren Eisenmangel habe. Mit etwas Eisen lief ich in Berlin sofort eine neue 10 km Bestzeit von 34:42 min ohne mich wirklich fit zu fĂŒhlen. Mein Laufstil sah in Berlin aber immer noch schrecklich aus, mittlerweile weiß ich aber woran es lag Zudem ließ ich mich Ende 2015 nochmal genauer untersuchen und es wurden noch ein paar MĂ€ngel festgestellt. Als ich Anfang 2016 anfing diese zu beheben konnte ich im Training sofort eine Leistungssteigerung feststellen. Vor allem ĂŒber lĂ€ngere Strecken.